Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte


Der kurdische Schriftsteller Yavuz Ekinci-erhielt am 21.2.24 den Preis für Gedanken- und freie Meinungsäußerung vom Türkischen Verlegerverband. Zu seiner Ehrung kamen viele Verleger, Schriftsteller und Journalisten.
Seit 1995 setzt sich die TPA für das Recht auf freie Meinungsäußerung sowohl in der Türkei als auch weltweit ein. Zu diesem Zweck verleiht die TPA jährlich die „Freedom of Thought and Expression Awards“. Mit dieser Auszeichnung will die TPA ihre Unterstützung für Schriftsteller und Verleger in der Türkei zeigen, die sich öffentlich für diese Freiheiten einsetzen, die Aufmerksamkeit der öffentlichen Meinung auf diesen Kampf lenken und auf die für die Förderung der Gedanken- und Meinungsfreiheit notwendigen gesetzlichen und politischen Änderungen drängen.

Yavuz Ekinci ist kurdischer Schriftsteller aus der Türkei. Für seine Bücher und Meinung verurteilte ihn das Oberste Strafgericht in Istanbul zu einer Bewährungsstrafe: „Als Schriftsteller bin ich die Seele, die Erinnerung und das Gewissen unserer Zeit.“
Pressemitteilung

Die Lyrikerin Julia Cimafiejeva und der Schriftsteller Alhierd Bacharevič aus Belarus schreiben seit vielen Jahren kritisch gegen die Diktatur Lukaschenkos. Bacharevič Werke sind in Belarus verboten.
Pressemitteilung

Kumaman Kanapathipillai „Aufgewachsen in den Jahren des von unendlichem Leid geprägten Bürgerkriegs, berichtet der 30jährige Fotojournalist Kumaman Kanapathipillai seit nunmehr zehn Jahren über die Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Tamilen“.
Pressemitteilung
https://kumananimages.com/

Alexander Goncharenko Der russische Menschenrechtsaktivist arbeitete lange Zeit als Arzt. Im April 2022 verurteilte ihn das Bezirksgericht Barnaul wegen „öffentlicher Handlungen, die den Einsatz der Streitkräfte der Russischen Föderation diskreditieren. Auslöser des Verfahrens waren der Blog-Eintrag „Ich will und kann nicht schweigen“
Pressemitteilung Alexander Goncharenko

Gäste in 2021-2022

Stanislav Aseyev kämpft mit Stift und Waffe gegen die russische Kriegsverbrecher. Auf seiner Plattform „Justice Initiative Fund“(www.jif.fund/en) bekommen sie ein öffentliches Gesicht. Stanislav Aseyev berichtet lange undercover aus der ostukrainischen Region Donezk, als er am 11. Mai 2017 von pro-russischen Separatisten in das Foltergefängnis „Isolazija“ verschleppt wurde.
Pressemitteilung Stanislav Aseyev
Mehr zum Buch „Heller Weg. Geschichte eines Konzentrationslagers im Donbass 2017-2019“

Rana Die Drehbuchautorin und Filmemacherin Rana (Pseudonym) produziert jeden ihrer Filme unter hohem Stress, da ihr immer negative Konsequenzen ihres Landes drohen können. In Deutschland möchte sie über ein neues Drehbuch nachdenken.
Pressemitteilung Rana (Pseudonym)

Nazanin Als zeitgenössische Komponistin und Musikerin hat Nazanin (Pseudonym) in ihrem Land mit großen Problemen zu kämpfen. Obwohl sie als großes Talent in ihrem Fach gilt, bleiben ihr öffentliche Auftritte in der Heimat untersagt. Sie möchte die Arbeit ihrer europäischen Kolleginnen kennenlernen, neue Kontakte knüpfen und einmal „ohne Schere im Kopf“ arbeiten können.
Pressemitteilung Nazanin (Pseudonym)

Heval Bozbay. Der kurdische Archäologe suchte erfolgreich nach Zeugnissen der vergangenen Zivilisation auf dem Territorium der heutigen Türkei. Wegen seiner öffentlichen Kritik am türkischen Kulturminister ist Bozbay seit 2013 von allen archäologischen Grabungen ausgeschlossen.
Pressemitteilung Heval Bozbay

Masrat Zahra. ist Fotojournalist in und kommt aus der umstrittenen Region Kaschmir, die sowohl von Indien als auch von Pakistan beansprucht wird. Seit 1989 wütet in der Region ein von einheimischen Kaschmiris geführter und von Pakistan unterstützter bewaffneter Aufstand gegen die indische Herrschaft. Sie wurde bereits mit wichtigen internationalen Auszeichnungen geehrt, z.B. 2020 mit dem „Peter Mackler Award“ und dem „Anja Niendringhaus Award“ für mutigen Fotojournalismus.
Pressemitteilung Masrat Zahra
NEU: WELT-SICHTEN 3 | 2022 – „Das Schlimmste ist, dass der Rest der Welt nichts von uns wissen will“

Tatsiana Tkachova. Die preisgekrönte Fotografin kündigte ihre Festanstellung bei einer staatlichen Tageszeitung, ihr Beitrag, nicht Teil des System zu sein.

„STIMMEN FÜR DIE FREIHEIT“

Der podcast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte.


Bisher erschienen:
Der podcast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte. Johannes von Dohnanyi stellt vor:

 

Alle Folgen zu hören bei:

 



Wir unterstützen seit 38 Jahren

politisch verfolgte Menschen, die

wegen ihres öffentlichen Eintretens für

Demokratie, Freiheit und Menschenrechte

in ihren Heimatländern in eine gefährliche,

oft lebensbedrohliche Situation geraten sind.

Unser Stiftungsfilm: Stimmen für die Freiheit(5 Min.)